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Seite angelegt am: 24.06.2007 ; Letzte Bearbeitung: 09.08.2020

Anhörung der Eltern

Grundsätzlich sind außer den Kindern (§ 105 AußStrG) sowohl im Besuchsrechts- als auch Obsorgeverfahren die Eltern als Verfahrensparteien zu hören. Für dieses Anhörungsrecht reichen nicht schriftliche Stellungnahmen, sondern sind persönliche Anhörungen erforderlich.

§ 105 AußStrG ab 26.04.2017

Befragung Minderjähriger

AußStrG § 105
(1) Das Gericht hat Minderjährige in Verfahren über Pflege und Erziehung oder die persönlichen Kontakte persönlich zu hören. Der Minderjährige kann auch durch den Kinder- und Jugendhilfeträger, die Familiengerichtshilfe, durch Einrichtungen der Jugendgerichtshilfe oder in anderer geeigneter Weise, etwa durch Sachverständige, gehört werden, wenn er das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wenn dies seine Entwicklung oder sein Gesundheitszustand erfordert oder wenn sonst eine Äußerung der ernsthaften und unbeeinflussten Meinung des Minderjährigen nicht zu erwarten ist.
(2) Die Befragung hat zu unterbleiben, soweit durch sie oder durch einen damit verbundenen Aufschub der Verfügung das Wohl des Minderjährigen gefährdet wäre oder im Hinblick auf die Verständnisfähigkeit des Minderjährigen offenbar eine überlegte Äußerung zum Verfahrensgegenstand nicht zu erwarten ist.